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Nicht schneller, aber höher und weiter

Ganz ungewohnt hatten wir ein Do-it-yourself Frühstück in der Unterkunft in Neustift und starteten nach kurzem Transfer ab der Tschanglair Alm in Richtung Nürnberger Hütte.

Von einer Hüttentrekking-Tour auf dem Stubaier Höhenweg Ende Juli kannten wir das erste Viertel der Strecke und wussten schon, dass hier fast nichts wirklich laufbar sein wird. Vom Tal aus noch bei angenehmer Morgenfrische stiegen wir zur Nürnberger Hütte auf, von wo aus wir über das Paradies (heißt wirklich so – und ist sehr empfehlenswert) und das Simmingjöchl nach den ersten 1.400 hm im Anstieg weiter gingen zur Bremer Hütte. Dort wurden wir wie auch auf der Wandertour von den Hüttenwirten Christian und Stephanie herzlich willkommen geheißen. Backerbsensuppe und Cola sollte damit die Hauptmahlzeit für heute darstellen. In der Zeit lagen wir den technisch anspruchsvollen Verhältnissen entsprechend gut, absolviert hatten wir aber eben erst gut 11 km.

Der Übergang zur Magdeburger Hütte gestaltete sich sehr steil, sowohl im Aufstieg als auch auf der anderen Seite im Abstieg. Obwohl wir den Übergang in 1:40 h zeitlich gut bewältigten, war auch hier so gut wie kein Laufanteil dabei. Im Downhill von der Magdeburger Hütte fühlten wir uns sehr an den Prügelweg im Rosengarten erinnert (für diejenigen, die das kennen). Die Freude über die Wegbeschaffenheit hielt sich in Grenzen.

Sukzessive kamen endlich schöne Laufpassagen, der Pflerscher Tribulaun bot ein tolles Panorama und als sich am Wegesrand die Furtalm auftat, nutzen wir diese und kippten bei inzwischen sehr sommerlichen Temperaturen je einen halben Liter Hollerschorle rein. Unterwegs waren wir schon ewig lang, dabei nicht mal ganz die Hälfte der Distanz gemeistert. Im Kopf hatten wir zunächst welliges Gelände, dann einen längeren Anstieg und final noch 7 km bergab nach Sterzing. Diese restlichen 20 km hatten es deutlich mehr in sich als uns lieb war. Wirklich flowig ging es erst an der Allrisalm vorbei, bevor wir immerhin im Wald und damit im Schatten den nächsten hochprozentigen Anstieg in Angriff nahmen. Um voranzukommen trieben wir noch einige Kühe vor uns her, die wenig Anstalten machten, nach links oder rechts abzubiegen und den Weg uns zu überlassen. An der Edelweishütte im Skigebiet Ladurns angekommen, waren wir einen kurzen Moment der Meinung, die Höhenmeter des heutigen Tages abhaken zu können und in den finalen Downhill einzusteigen. Der Blick auf den Track und das Höhenprofil lehrte uns eines Besseren und als wären die Beine noch nicht matschig genug warteten mit Lotterscharte und Ochsenscharte die gefühlt steilsten Anstiege des Tages. Oben angekommen wähnten wir uns in schönem Abendlicht, das uns sogleich aber auch anzeigte, dass es einfach schon verdammt spät war.

So sehr wir uns auf die letzten 7 km Downhill nach Sterzing freuten, so sehr wurden wir enttäuscht, als wir feststellten, dass der gewählte Trail eher die Kategorie „Bachlauf bei intensiven Regenfällen“ entsprach. Nach einem harten Arbeitstag mit gut 9 Laufstunden für 41 km final, 3.100 hm im Aufstieg und 3.500 hm im Abstieg freuten wir uns sehr, die erste Pizza in Italien als Belohnung zu verhaften. Wer Inspiration zu einer Tour sucht, hier ist der Track zur heutigen Tour: https://out.ac/t4oAr

Wir freuen uns sehr, dass unser Spendenlauf zugunsten von Frühchen e.V. sehr guten Anklang findet! Wir sind schon sehr gespannt, ob auch hier nochmals ein Endspurt wie bei uns morgen ansteht. Denkt dran, „Grenzen überwinden“ kostet manchmal einfach mehr als nur einen guten Willen!

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