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Ein hartes Finale – Grenzen überwinden

Der Weg von Sterzing nach Brixen sollte uns nochmals alles abverlangen. Nach dem 9 Std. Tag vom Freitag und einer relativ späten Ankunft in Sterzing ist uns wenig Zeit zur Regeneration geblieben. Zumindest hatten wir eine tolle Unterkunft, in welcher wir abends direkt unsere Speicher auffüllen konnten und morgens bereits ab 7 Uhr das Frühstücksbuffet bereit stand.

Sandra brachte uns zum Startort etwas südlich von Sterzing. Nach 500 mtr. einlaufen auf einem Schotterweg führte uns der Weg direkt an einen steilen Anstieg im Wald. Und mit steil meinen wir wirklich steil, mehr oder weniger direkt den Bergrücken über einen Pfad, der teilweise zugewachsen war, nach oben. Die morgendliche frische Luft und der Schatten der Nordseite des Onsberg kam uns sehr entgegen und so hatten wir die ersten 1.000 Höhenmeter in 1 1/4 Std. hinter uns gebracht. Nach einer kurzen Stärkung in Form eines Espresso Gels führte uns der Weg über welliges Wiesen und Waldgelände zur herrlich gelegenen und kleinen Seealm und weiter zum Puntleider See, welcher wunderschön in die Berglandschaft eingebettet liegt. Nach einer halben Runde um den See ging es weiter sehr steil Bergauf zur Sulzenalm. Dies sollte der letzte Anstieg im Schatten sein.

Danach waren wir durchweg oberhalb der Waldgrenze und bei strahlendem Sonnenschein unterwegs. Immer wieder konnten wir einen Blick Richtung Dolomiten erhaschen. Das nächste Zwischenziel sollte die Traminer Scharte sein. Hier war das Motto von unserem Lauf Programm: Grenzen überwinden! Heiß – sehr, sehr steil und 500 hm Geröll, 2 Schritte vor 1 zurück. Nach einer guten 1/2 Stunde Kampf über den inneren Schweinehund war auch dieser Anstieg vollbracht.

Eine steinige Hochebene mit einem Bachlauf lag uns auf der anderen Seite der Scharte zu Füßen. Nach dem Abstieg zu jener, füllten wir unsere Wasservorräte auf und machten uns auf zum nächsten Anstieg, gute 300 hm führte uns dieser wieder über Geröllfelder nach oben. Mit einem Blick in die Berge der Dolomiten wurden wir belohnt, Langkofel, Rosengarten, Marmolada und viele weitere dieser beeindruckenden Berge lagen vor uns.

Da die technisch schwierige Strecke bis dahin schon einiges an Zeit beanspruchte, konnten wir die Aussicht allerdings nicht lange genießen und so machten wir uns auf zu unserem nächsten Zwischenziel, der Flaggerscharten/Marburger Hütte. Eine alte, einfache Hütte in den Sarntaler Alpen, auf welcher wir unseren großen Durst stillten. Da die Zeit etwas drängte, dauerte unser Stopp nur wenige Minuten. Eine herrliche Landschaft, alles sehr steinig, braune Gräser und viel Einsamkeit begleitete uns auf dem weiteren Weg.

Zum Latzfonser Kreuz sollte es jetzt eigentlich weitergehen. Nach kurzer Beratschlagung und einer Abwägung wann wir spätestens in Ziel sein wollen, beschlossen wir, dieses auszulassen und über die Schalderer Scharte abzusteigen. Diese erreichten wir nach weiteren 6 km und 200 hm. Ab hier sollte es dann 12 km und 1.600 hm in den Downhill gehen. Technisch verlangte dieser nochmals alles von uns ab und so liefen wir mit brennender Beinmuskulatur dem Ziel in Vahrn, einem Vorort von Brixen, entgegen. Hier begrüßte uns Sandra mit den aufgebauten Leki-Flags zum Zieleinlauf unserer 1-wöchigen Tour. Es war ein emotionaler Moment für uns alle, waren die Voraussetzungen dieses mal doch ganz anders.

Herzlich wurden wir in unserer Unterkunft, dem Vintlerhof, empfangen. Ein Bauernhof, der soziale Projekte unterstützt und somit von unserem Projekt auch begeistert war. Zur Belohnung gab es hier eine erste Stärkung. Den Abend haben wir noch auf dem Domplatz von Brixen genießen können, bevor wir uns am Sonntag wieder auf die Heimfahrt begeben haben.

Bedanken möchten wir uns für den enormen virtuellen Support und für die große Bereitschaft unser Spendenprojekt zu unterstützen. Dies hat uns ständig motiviert die 275 km – 18.074 hm Aufstieg – 17969 hm Abstieg erfolgreich zu gestalten und Grenzen zu überwinden. Spenden ist selbstverständlich noch weiterhin möglich, in ca. 1 Woche werden wir dann ein Update geben.

Vielen Dank an Leki, an 3s-sports, an unseren Coach Arne von Michael Arend Training und selbstverständlich an Sandra, sorgt sie doch dafür, dass wir ausser Laufen nicht viel tun müssen – ein rundum sorglos Paket sozusagen!

Hier noch der Link zu unserer gestrigen Tour: https://out.ac/sqeGp

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