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#roadtotar2018 – Die Walserchallenge

Eigentlich…. Tja, eigentlich war die Walserchallenge mit dem Widdersteintrail am Samstag und dem Walser Ultra sonntags der Saisonhöhepunkt schlechthin. Mit der Aussicht auf den TAR war es zweifelsohne ein echtes Highlight, dem nun eben noch ein weiteres folgen wird.

Reizvoll fand ich die Veranstaltung im gut bekannten Kleinwalsertal schon immer, nur harmonierte der Termin nie mit meinen Urlaubsplänen. Nicht so in diesem Jahr und so war die Entscheidung im Frühjahr zur Teilnahme gefallen. Wenn schon denn schon, den Widdersteintrail am Samstag mit 15 km und 1.000 hm kann man dann auch mitnehmen. Bestenfalls eben so, dass die Beine am Sonntag für den Ultra mit 65 km und 4.200 hm nicht allzu schwer sind.

Schönstes Wetter im Tal, keine Wolke am Himmel – unter diesen Voraussetzungen traf sich das Trail-Volk in Baad zum Start für die Runde um den Widderstein. Die genannten Bedingungen hielten auch fast bis der Anstieg gemeistert war. Quasi aus dem Nichts brach ein Gewitter herunter, dass es in sich hatte. Wind, Regen, Hagel – das volle Programm eben. Man könnte tatsächlich von widrigen Bedingungen sprechen, so arg schön war das nicht. Dem Uphill folgt der Downhill (sehr digitaler Lauf: kurz flach einlaufen – rauf – oben kurz flach – runter – fertig) – und das war eher ein herumeiern auf Matschtrails und Sturzbächen. Wie sollte es anders sein, kaum im Ziel war der Regen vorbei und auch die Sonne kam immer mal wieder zum Vorschein. Dennoch ein Erlebnis beim „4-Jahreszeiten-in-einem-Lauf“ zu lange war man ja schließlich nicht unterwegs.

Das Gelände im Kleinwalsertal ist durchaus technisch, für mich als nicht gerade bekennende Downhillelfe durchaus herausfordernd. Das abendliche Briefing vom Orgachef Erich war kurzweilig und informativ zugleich. Die Sorge, die Cut Offs nicht zu schaffen, war mir zum ersten Mal präsent. Oder wie war der drohende Hinweis: „In Baad werden die meisten g`fressen“. So war es dann im Übrigen auch… Ohne jeden Kilometer Revue passieren zu lassen, so war auf dieser Strecke so einiges geboten. Die unvergleichliche Bodenbeschaffenheit auf dem Gottesackerplateau, mit Seilversicherung den Ifen rauf und wieder runter, ab dem Anstieg zum Walmendinger Horn und Grünhorn die unsägliche Hitze, die Erleichterung um die eine Stunde Puffer zum Cut Off in Baad (so nah war ich noch nie dran!), den Downhill vom Widderstein vom Vortag als Anstieg hinauf, meine Erwartung, dass die Mindelheimer Hütte nur einen Katzensprung von der Widdersteinhütte entfernt sei – es sich aber als sehr großer Katzensprung herausstellte, schlussendlich der letzte richtige Anstieg zur Fiderescharte, der nicht enden wollte, all diese Blitzlichter sind Puzzlestücke in einem Lauf, der so ganz logisch in U-Form die Gipfel bzw. Bergketten um das Kleinwalsertal enthält. Sehr schön und doch sehr fordernd, auch sicher der Hitze geschuldet, aber noch nie habe ich bei einem Lauf so viel getrunken und mich regelrecht auf die VPs gefreut.

Dass die Walserchallenge nicht ganz unanstrengend war, durfte ich auf der direkt am Montag startenden einwöchigen Hüttentrekking Wandertour erleben: Beine noch nicht ganz frisch, aber vor allem die ersten beiden Tage unmittelbar nach dem Abendessen ins Bett gefallen und eben gut 10 Stunden geschlafen…

 

Jörg hatte „frei“ für die Walserchallenge, hatte er sich doch im Vorfeld erneut für eine Teilnahme beim Pitz Alpine Glacier Trail entschieden, der eine Woche später stattfand.

[Susanne]

2 Kommentare zu „#roadtotar2018 – Die Walserchallenge Hinterlasse einen Kommentar

  1. Du bist schon ein verrücktes Huhn. Wie geht das denn…..erst 15km mit 1000 Höhenmeter und dann am nächsten Tag einen Ultra. Aber wie sagt ein Sprichwort…..Normal kann jeder. Also immer so weiter ballern. Freue mich schon auf den nächsten Bericht. Bis dann…..Reiner

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    • Naa… die 15 km waren als „Genusslauf“ absolviert, alles andere als geballert – keine Sorge. Aber stimmt schon, normal kann jeder und ein wenig darf es doch ab und an über die Komfortzone hinausgehen😉.

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