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Premiere: ein Tag ohne Regenjacke

Die größte Neuerung vorneweg: ganze 50 km mit gut 2.850 hm hat das Wetter gehalten, so dass die Regenjacken erstmalig einen Tag im Rucksack verbracht haben. Ein tolles Novum, an das wir uns gewöhnen können. Der Start gegen 8 Uhr in Imst verlief noch problemlos, auch navigierten wir souverän aus der Stadt.

Nicht lange ließ allerdings plötzlich auftretendes Magengrummeln bei Susanne auf sich warten, was dann auf den ersten 6 km zu einigen außerplanmäßigen Toilettenstopps führte……. Diese endlich überwunden, fanden wir einen wunderbaren Downhill vor – und während wir diesen schon in vollen Zügen genossen, stellten wir doch fest, dass wir uns alles andere als auf dem richtigen Weg befanden. Ergo den ach so tollen Downhill wieder retour und weiter mit der Wegfindung. Die ersten knapp 20 km waren mehr oder weniger „Anlauf“ für die eigentlichen Höhenmeter und technischen Trailpassagen. Beim Einstieg ins Höhenmeter-Eldorado wären wir wieder bei der Wegfindung. Auch hier deutliche Unterschiede zwischen Track auf der Uhr, Handy und der puren Realität….. Nach einigen Schleifen mehr oder weniger entdeckten wir dann doch noch einen Trail, den vor einigen Jahrhunderten vielleicht auch mal ein Eichhörnchen gegangen war. Wir folgten verblassten Wegmarkierungen und immer steiler werdenden „hier könnte ein Weg sein“ – Passagen. Wir sind uns sicher, das Lied „stairway to heaven“ muss hier entstanden sein. Irgendwann erinnerten wir uns tatsächlich an Wegabschnitte, die wir beim TAR 2018 auch gelaufen sind. Wenngleich heuer keine Verpflegungsstellen aufgebaut waren. Auch hat uns damals hohes Gras nicht sonderlich gestört, heute aber schon, führte dies – im späteren Verlauf von durchnässten Wiesen ergänzt – doch dazu, dass die Schuhe wieder einmal komplett durchnässt waren. Aber das kennen wir ja schon. Die Aussicht war sagen wir etwas begrenzt, aber Wolken und Nebelschwaden bieten ja einen ganz eigenen Reiz. Mit der Zeit durchliefen wir auch die Passagen, die wir als besonders schön und wieder „laufenswert“ empfanden. Wenngleich der grumpelige Untergrund den Streckenanteil zwischen km 28 und 38 schier endlos werden ließ.

Auflockerung bot uns ein Anruf von Sandra: „Wir haben ein Problem. Unsere Unterkunft in Mandarfen hat zu, ich stehe vor verschlossenen Türen“. Aha, da waren wir aber mal auf die Schnelle hellwach. Schön, wenn ein Hotel schließt und die gebuchten Gäste anderweitig unterbringt, schade allerdings, wenn bei diesem Arrangement das Team Leki vergessen wird. Kurzes Stöbern im Email-Postfach, weitere Telefonanrufe und Team-Managerin Sandra verkündete uns, dass wir nun eben in einem 4****-„Bunker“ gelandet seien, eben etwas vor Mandarfen gelegen. Da freut sich doch der Schwabe.

Dieser Umstand bot noch ein anderes Schmankerl auf, sind doch planmäßig auf dieser Etappe nach dem Downhill ins Tal von der Arzler Alm aus noch nervige 10 km auf einem Schotterweg, immer leicht ansteigend bis Mandarfen zu überwinden. Die glorreiche Idee, diese Etappe 2-3 km vorher direkt beim neuen Hotel enden zu lassen und bei der Etappe ins Ötztal nach Sölden auch hier zu starten und damit etwas zu verlängern, fand sofort Anklang. Nach 8:20 liefen wir am heutigen Tag ein, wieder einmal mit dem Trockenraum für die Schuhe als erstes Ziel. Nach einer heißen Dusche wieder hergestellt, haben wir uns am Abend mit unserem Trail-Freund Reinhard aus dem Pitztal getroffen und wunderbar geplaudert und gefachsimpelt.

Am morgigen Dienstag stünde eigentlich planmäßig der Bergsprint auf dem Programm, den wir bewusst auslassen und stattdessen uns den Kaiserschmarrn auf der Braunschweiger Hütte mit einer Wanderung über den Mittagskogel und den Pitztaler Gletscher verdienen.

Hier noch der Link zur heutigen Etappe: https://out.ac/uMhAg

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