Das hat mir mal jemand bei meinen ersten Trailversuchen gesagt, so richtig anfreunden konnte ich mich damit allerdings noch nie. Ich laufe in etwa so gerne durch Schmoddertrails wie man Spaghetti mit Erdbeersauce isst. Also eher naja.

Aber zum heutigen Tag. Start um 9 Uhr (Verschiebung um 2 Stunden nach hinten, um dem größten Regen auszuweichen – wir sind also doch Trailprinzesschen) – das eröffnete uns ganz unerwartete Möglichkeiten am Frühstücksbuffet, das haben wir dann ein wenig geplündert. Spätestens am dritten Tag ist bei uns der Appetit auf Süßes gänzlich verschwunden. Nach Riegel, Shots & Co. tagsüber, geht morgens und abends ausschließlich deftig. Schinken, Käse, Tomate, Paprika, natürlich auch noch Rührei haben wir vernichtet. Ein wenig überfressen haben wir uns zugegebenermaßen.

1. Gang…

Geregnet hat es gar nicht zum Start, klar, wolkenverhangen und entsprechend „aussichts-begrenzt“, aber bei optimalen kühlen Temperaturen machten wir uns auf die Strecke. Ein wirklich schöner Uphill und zum ersten Mal vom Start weg in einer Tempogruppe, die gepasst hat. Sehr schön. Dann aber der Downhill. Durch die Matschepampe. Geschlittert, gerutscht, geschmoddert. Argh! In der Tat gab es schnellere Teams, aber auch in der Tat haben sich einige davon abgelegt – und das wollten wir dann doch nicht (die schönen Klamotten!). Und die restliche Strecke? Nun, am VP alles aufgefüllt, ein paar nervige Asphaltkilometer am Fluß und Straße runtergeschrubbt und dann den zweiten Anstieg in Angriff genommen. Gut ging der nochmal und als absolutes Highlight: ein unvermatschter Downhill, schöne Wurzeltrails in Richtung Tal, die uns auf Asphaltserpentinen ausspuckten, die vollends ins Tal führten. Auf denen kommt man schon schnell runter, aber die Oberschenkel im Flachen wieder auf aktiv Laufen umzustellen ist schon nicht so einfach. Wir hatten damit noch gute 5 km in der Ebene bis nach Landeck Downtown. Völlig überflüssig meiner Meinung nach, war doch der schönste Teil der Etappe absolviert. Meine Wünsche nach einem Stadtzentrum am Stadtrand machte Jörg im Ansatz zu Nichte und musste mich ab km 38 die letzten 3 km gut motivieren. „Toilette? Darfst Du gerne gehen. Nach dem Zieleinlauf in Landeck.“ Nach 5:31 h waren die 41 km für uns dann Geschichte, so schnell hätten wir nicht gerechnet – und gar noch ein 7. Platz im Master Mixed.

überall Matsch…

Die Beine sind (wie überraschend) etwas müde und die Physios hatten heute leichtes Spiel unsere Gesichtszüge ein wenig entgleisen zu lassen.

Am morgigen Dienstag steht mit gut 46 km und knapp 3.000 hm die Königsetappe an mit Ziel in Samnaun. Das Wetter soll gut werden und wir freuen uns auf die alpine Bergwelt!

[Susanne]

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